Der von Kurfürst Joachim II. im Jahre 1557 gefasste Entschluss, die nordöstlich der Altstadt gelegene Burganlage von zur Festungsanlage umzubauen, sollte das Schicksal Spandaus bis ins 20. Jahrhundert bestimmen. Unter Einbeziehung des mittelalterlichen Palas und des Juliusturms entstand bis 1594 nach den Plänen des italienischen Baumeisters Franziskus Chiaramella de Gandino und Rochus Graf zu Lynar die Zitadelle.
Juliusturm, das eigentliche Wahrzeichen von Spandau, ist Teil der Anlage und 30m hoch. Er war zur Zeit der Erbauung sowohl als Berfried oder Wachturm und diente als Zuflucht bei Gefahr. Aber er konnte auch bewohnt werden. Im Keller befand sich ein Verliess, wo noch 1870/1871 ein Teil der französischen Kriegsentschädigung lagerte. Über eine Wendeltreppe, mit 145 Stufen, gelangt man an die Spitze des Turm und darf einen wunderschönen Rundum blick über Spandau bis nach Tegel, der Berliner Innenstadt und bis zum Grunewald genießen.
Die Zitadelle Spandau zählt heute zu den wertvollsten und
besterhaltenen Renaissance Festungen Europas. Sie steht heute der
Öffentlichkeit als beliebtes Ausflugsziel der Öffentlichkeit
zur Verfügung. Neben dem historischen Wert finden heutzutage
auch allerlei kulturelle Veranstaltungen dort statt. Ein Blick in den
Veranstaltungskalender lohnt immer. Fast kein Wochenende ohne Konzert
oder Fest.
Besuchszeiten der Zitadelle Spandau
